Schließung der Deponie

Die Schließung der Deponie Lavant wird u.a. aufgrund des EU-Kreislaufwirtschaftspakets in naher Zukunft unvermeidbar. Denn nach EU-Vorgaben2 dürfen künftig nur noch maximal 10 % des Siedlungsabfalls deponiert werden. Der Großteil der Fehlwürfe im Restmüll in Osttirol besteht aus biogenen Abfällen. Der biogene Anteil im Restmüll hat jedoch mehr Potenzial! Eine regionale Lösung ist längst überfällig. Die Reinigung des Sickerwassers ist kostenintensiv und aufwendig.
Quellen: Abfallwirtschaftsgesetz 2002 (2025); EU-Richtlinie 2018/850 (2018)

Erweiterung Deponie

Die Deponie wurde abermals nach dem neuesten Stand der Technik erweitert. Drainage-Systeme und Oberflächenabdeckungen verhindern den Eintrag von Sickerwasser in das Grundwasser.

Gründung ABL GmbH

2005 bis 2006 wurde die ABL Abfallbehandlung Lavant GmbH gegründet und die von der GmbH betriebene Mechanisch-biologische-Aufbereitungsanlage (MBA-Anlage) gebaut. Durch die Vorbehandlung des Restmülls konnten somit die Voraussetzungen zur Ablagerung des Restmülls auf der Deponie Lavant lt. Deponieverordnung erfüllt werden. Die ABL GmbH ist ein Tochterunternehmen des AWVO als Mehrheitseigentümer.

Neue Deponie-VO

Die Deponieverordnung „Neu“ ist 2004 in Kraft getreten, welche besagte, dass mit einer Übergangsfrist bis 2008 keine unbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden dürfen. In dieser Verordnung wurden somit neue Parameter definiert, die gewährleisten, dass Abfälle möglichst reaktionsarm deponiert werden. Zur Erreichung dieses Ziels musste der Hausmüll somit ab sofort vorbehandelt werden.
Dies kann damals wie heute dem Stand der Technik entsprechend auf zweierlei Arten geschehen: Entweder thermisch mittels Müllverbrennung oder mechanisch-biologisch, wie es in Osttirol gemacht wurde.

Sickerwasserreinigung

Von 1997 bis 2000 wurde eine eigene Sickerwasserreinigungsanlage lt. Deponieverordnung errichtet und die „neue Deponie“ um die Ausbaustufe 2.1 erweitert.

Sicherung der Deponie

Hier kam es zu einem Abschluss und zur Sicherung der bisherigen Deponie. Sicherung bedeutet, dass ein Drainagesystem zur Fassung des Sickerwassers eingebaut wurde und die Oberfläche zur geordneten Entwässerung der Oberfläche und zur Erfassung von Deponiegasen abgedeckt wurde. Zugleich wurde die „neue Deponie Lavant“ mit dem neuesten Stand der Technik eröffnet. Wie am Bild erkennbar, wurde eine Basisabdichtung in den Deponiekörper eingebaut, um das Eindringen von Sickerwasser in das Grundwasser zu verhindern.

Deponie Lavant

Vier Jahre nach der Gründung konnte durch die Kooperation mit dem Abfallbeseitigungsverband Westkärnten die Deponie Lavant eröffnet werden und die einzelnen kleinen Deponien in den Gemeinden wurden nach und nach geschlossen. Insgesamt 14 Jahre lang (bis 1992) wurden auf der Deponie Lavant die Abfälle aus allen 52 Gemeinden (Osttirol und Westkärnten) abgelagert. In Summe wurden 280.000mMaterial in diese Deponie eingebracht.

Gründung AWVO

In der Abfallwirtschaft hat sich seit Verbandsgründung zum Glück einiges verändert. Vor der Gründung wurde der Abfall, wie auf dem Beispielbild zu sehen ist, in jeder Gemeinde lediglich in eine Grube oder die Böschung hinab gekippt – ohne Vorbehandlung, geschweige denn Trennung.