Projekt: „Green-Shoes“

Unter dem Motto „Osttirols Jugend auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“ haben SchülerInnen und Schüler aus Lienz im Zuge der Woche der Nachhaltigkeit ausgediente Schuhe mit Pflanzen bepflanzt.



Hintergrund des Workshops:

Inhaltlich wurde an verschiedenen Punkten angesetzt. Thematisiert wurden dabei: der persönliche ökologische Fußabdruck, die Wegwerf- bzw. Konsumgesellschaft, Upcycling als mögliche Maßnahme und der theologische Auftrag der Schöpfungsverantwortung. Die theoretischen Inhalte verbanden sich in der Botschaft an die Teilnehmer*innen, dass sie einen möglichen Wandel selbst in der Hand haben. Um die Hands-on-Mentalität zu stärken, wurden im praktischen Teil alte Schuhe „upgecycelt“ und mit Blumen/Kräutern bepflanzt. Zudem wurden sie mit Sprüchen und Gedanken geschmückt, die auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Themas aufmerksam machen.


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Ausbildung: Fachkundige Person

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen (AWG 2002, § 26, Abs. 4) sind Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbände verpflichtet, für den ordnungsgemäßen Betrieb von Recyclinghöfen „Fachkundige Personen“ anzustellen. Die Ausbildung zur fachkundigen Person ermöglicht es, die RecyclinghofmitarbeiterInnen auf dem neusten Stand zu halten, was die ordnungsgemäße Sammlung der Abfälle bzw. Wertstoffe anbelangt. Im Zuge von 3 Modulen an 6 Tagen wird neben rechtlichen Angelegenheiten im Bereich der Abfallwirtschaft auch ein hoher Stellenwert auf die sichere Übernahme von Abfällen am Recyclinghof gelegt sowie auf die hohe Bedeutung der Abfallwirtschaft im Kontext mit dem Umweltschutz. Zum Abschluss nehmen die TeilnehmerInnen an Exkursionen zum Entsorgungsunternehmen Rossbacher GmbH und zur Mechanisch-Biologischen-Aufbereitungsanlage in Lavant teil, um auch die Wege der Abfälle nach der Sammlung am Recyclinghof kennenzulernen. Organisiert und durchgeführt wird der Kurs im Auftrag des Land Tirols vom Umweltverein Tirol und dem Abfallwirtschaftsverband Osttirol.

Restmüll­analysen in Wohnhaus­anlagen

Der AWVO hat im Zuge einer stichprobenartigen Restmüllanalyse in zufällig ausgewählten Wohnblöcken eine Restmüllanalyse durchgeführt. Derartige Aktionen helfen dabei, das Ausmaß der falschen Abfalltrennung aufzuzeigen – denn in den Containern waren tatsächlich nur rund 30 % Restmüll, beim restlichen Anteil handelte es sich um Wertstoffe. Durch eine korrekte getrennte Sammlung könnten hohe Kosten für die Restmüllentsorgung eingespart bleiben und ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz geleistet werden.




Instagram: Abfall­trennung leicht gemacht

Abfalltrennen schützt unsere Umwelt, aber wie fange ich an? Der Abfallwirtschaftsverband Osttirol zeigt dir wie einfach Mülltrennen ist – das jetzt auch auf Instagram. Erfahre alles über aktuelle Projekte und Neuigkeiten, wie etwa die bevorstehenden Gewinnspiele. Bleib auf dem Laufenden und folge uns auf Instagram für mehr Infos!

Tiroler Restmüll­analyse: trauriges Ergebnis

Alle Dinge, die wir in Verwendung haben, werden wohl oder übel irgendwann zu Abfall. Bei jedem dieser Dinge haben wir es in der Hand, für welche Entsorgungsschiene wir uns entscheiden. Entscheiden wir uns für die Restmülltonne (bzw. Sperrmüll), können die Dinge mit Sicherheit keinem Recyclingprozess mehr zugeführt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle Wertstoffe, die aus Unwissenheit oder vielleicht auch einfach nur aus Bequemlichkeit im Restmüll landen, ausnahmslos verbrannt werden und somit als wichtiger Sekundärrohstoff für die Industrie verloren gehen. Sekundärrohstoffe sind beispielsweise Kunststoffgranulate, die beim Recyclingprozess aus Plastikflaschen gewonnen werden. Dadurch kann der wertvolle Primärrohstoff, im Falle der Plastikflaschen das Erdöl, eingespart bleiben. Recycling ist demnach Ressourcenschutz auf höchster Ebene.




Über die Hälfte des Restmülls wäre vermeidbar

Eine traurige Bilanz, die wir aus der Tiroler Restmüllanalyse aus dem Jahr 2019 ziehen müssen. Denn dabei kam heraus, dass immer noch viel zu viele Wertstoffe in der Restmülltonne landen. Der Mythos, dass nicht getrennt werden muss, da am Ende sowieso alles zusammenkommt, ist definitiv falsch.

Im Zuge der Tiroler Restmüllanalyse wurden auch in vier Osttiroler Gemeinden stichprobenartig Restmüllcontainer entleert und deren Inhalte näher untersucht. Anschließend wurden die Mengen auf den gesamten Bezirk nach wissenschaftlichen Standards hochgerechnet. Untenstehende Bilder zeigen, dass neben zahlreichen Verpackungen auch sehr viele kostbare Lebensmittel über den Restmüll entsorgt werden.



Fotos: Tiroler Restmüllanalyse 2019



Wie setzt sich der Restmüll in Osttirol zusammen?

Das Analyse-Ergebnis für den Bezirk Lienz hat ergeben, dass sich der Restmüll bei uns wie folgt zusammensetzt:


  • 23 % Verpackungen
  • 19 % Biomüll
  • 14 % genießbare Lebensmittel
  • 1 % Elektrogeräte, Batterien und Problemstoffe
  • Nur 43 % sind tatsächlich Restmüll


Wir haben demnach noch ein erhebliches Potential nach oben, was die ordnungsgemäße Trennung von Abfällen betrifft. Dass 14 % genießbare Lebensmittel im Restmüll enthalten sind, ist zudem ein schwerwiegendes Problem, dem wir alle entgegenwirken müssen. Genießbar bedeutet, dass diese zum Zeitpunkt der Entsorgung noch genießbar gewesen wären.


Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen – indem wir Abfälle richtig trennen und nicht sorglos in den Restmüll werfen. Wenn du wissen möchtest, was mit dem Abfall im Bezirk passiert, dann schau doch HIER vorbei.


So bleibt deine Biotonne sauber

Biotonnenbesitzer kennen das Problem – im Winter kann es leicht passieren, dass der Inhalt der Tonne einfriert und bei der Entleerung nur die Hälfte oder im schlimmsten Fall sogar gar nichts im Müllfahrzeug landet. Und im Sommer strömt uns beim Öffnen der Tonne oft ein fürchterlicher Gestank in die Nase. Das verdirbt einem die Laune an der getrennten Biomüllsammlung. Doch es gibt Möglichkeiten, um diesen Problemen entgegen zu wirken. Sag auch du deinen Biotonnen-Problemen den Kampf an und gib nicht auf, deinen wertvollen Biomüll getrennt zu sammeln!

Willst du dir deine eigene praktische Vorsammelhilfe für Bioabfälle basteln? Dann schau doch mal hier vorbei.



Tipps für den Sommer

Um Madenbefall und üble Gerüche zu vermeiden:

  • Achte bereits in der Küche darauf, dass Fliegen ihre Eier nicht auf Küchenabfälle ablegen. Am besten verwendest du ein verschließbares Gefäß zum Sammeln der Bioabfälle.
  • Feuchte Küchenabfälle kann man ohne schlechtes Gewissen in Zeitungspapier oder Küchenrolle einwickeln – diese verrotten gemeinsam mit dem Biomüll und stören dadurch den Kompostierungsprozess nicht. Verwende es allerdings sparsam, vor allem Küchenrolle ist aus ökologischen und auch finanziellen Gründen die schlechtere Wahl, um es dann in der Biotonne zu entsorgen. Beim Zeitungspapier achte darauf, dass es sich um kein Hochglanzpapier aus Magazinen handelt.
  • Wenn möglich, stelle die Biotonne nicht in die Sonne. Suche am besten einen schattigen Platz dafür – die Garage oder geschlossene Räume sind allerdings nicht geeignet, da sich durch eine fehlende Luftzirkulation schnell Pilzsporen in der Raumluft ansammeln können.



Sollten es sich die Maden in deiner Tonne bereits gemütlich gemacht haben:

  • Du kannst erst einmal beruhigt bleiben, denn Maden sind grundsätzlich nichts Schlimmes. Mit ein bisschen Ideenreichtum kannst du sie zumindest für das Auge verschwinden lassen und daran hindern, dass sie bis zum Tonnenrand klettern:
  • Reinige den Tonnenrand mit Essigwasser oder reinem Essig.
  • Streue etwas Gesteinsmehl in die Biotonne (Im Baumarkt oder Gartenfachhandel erhältlich)
  • Bedecke den Bioabfall mit einer dünnen Sicht Erde oder Zeitungspapier.
  • Wenn du den Vögeln in deinem Garten einen Gaumenschmaus vergönnen möchtest, kannst du die Tonne auch 1-2 Stunden offen stehen lassen. Achte allerdings darauf, dass sich nicht auch andere Tiere an dem Biomüll bedienen.
  • Vergiss nicht die Tonne nach der Abholung gründlich zu reinigen – am besten mit heißem Wasser, um auch die Eier der Larven zu entfernen.



Tipps für den Winter

Um das Einfrieren deiner Bioabfälle zu vermeiden:

  • Lasse den Bioabfall am besten etwas antrocknen oder wickle ihn in saugstarkes Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier verwenden!) ein bzw. wenn nicht anders möglich auch einmal in Küchenrolle.
  • Der Boden der Biotonne sollte mit einigen Lagen oder am besten mit zerknülltem Zeitungspapier ausgelegt werden. Aber bitte wieder sparsam und nicht mehr als nötig!
  • Bevor die Tonne zur Abholung bereitgestellt wird, kann beispielsweise mit einem Besenstiel der Biomüll vom Rand der Tonne gelöst werden. So kann garantiert werden, dass nichts in der Tonne kleben bleibt.

Fehlwürfe im Sperrmüll

Als Sperrmüll werden jene Abfälle bezeichnet, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht in die Restmülltonne passen. Sperrmüll wird in allen Recyclinghöfen, bei mobilen Sammlungen der Gemeinden oder direkt bei den Abfallentsorgungsunternehmen angenommen.

Die Behandlung des Sperrmülls erfolgt gleichermaßen wie jene des Restmülls – das bedeutet zum Schluss dient er als Ersatzbrennstoff in der Papierindustrie und wird verbrannt. Daher sollten auch im Sperrmüll keine Wertstoffe entsorgt werden, wie beispielsweise Metalle, Altholz oder Elektroaltgeräte.

Häufig wird auch Dämmwolle über den Sperrmüll entsorgt – da Dämmstoffe schwer brennbar sind und die Fasern die Filter in der Müllverbrennungsanlage verunreinigen können, müssen diese unbedingt gesondert entsorgt werden. Da sie in den meisten Recyclinghöfen nicht übernommen werden dürfen, müssen sie direkt bei der Firma Rossbacher angeliefert werden. Immer wieder kommt es zu Beschwerden seitens der Verbrennungsanlagen und auch zu Strafzahlungen, die den Gemeinden der betroffenen Sperrmüllanlieferungen weiterverrechnet werden müssen – das wirkt sich im Endeffekt negativ auf die Müllgebühren aller BürgerInnen aus.



Gefahr im Hausmüll

Nicht einmal jede zweite Batterie wird in Österreich richtig entsorgt. Alleine bei uns in Osttirol landen jährlich rund 12 Tonnen Batterien und Akkus im Restmüll. Das führt zum einen aufgrund der hohen Explosionsgefahr von Lithium-Batterien zu einer Gefährdung der MitarbeiterInnen in der Entsorgungsindustrie, zum anderen bedeutet es eine enorme Verschwendung von Ressourcen, da Batterien zahlreiche wiederverwertbare Materialien enthalten. Nur wenn Batterien ordnungsgemäß gesammelt werden und nicht im Restmüll landen, können diese Materialien aus den Batterien zurückgewonnen und für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden.

Zuhause verwahrst du deine alten Batterien am besten in einem leeren Glas mit Schraubdeckel auf, wobei du in den Deckel einige Löcher stechen solltest. Gebrauchte Lithium-Akkus (wie z.B. aus Handys oder Fotoapparaten), aber auch Blockbatterien sollten vor der Lagerung und Entsorgung durch Abkleben der Batteriepole gegen Kurzschluss gesichert werden, da ansonsten das Risiko eines Brandes erhöht ist.


Tatsache ist, dass die Entsorgung von Batterien nicht sonderlich aufwendig ist, am einfachsten funktioniert sie über den Handel. Alle Unternehmen, die Batterien verkaufen, müssen die gebrauchten Batterien auch wieder zurücknehmen, und zwar unabhängig von einem Neukauf. Dafür stellen Supermärkte, Baumärkte, Elektrohändler, Drogeriemärkte etc. Batteriesammelboxen zur Verfügung, die sich meist beim Kassen- bzw. im Ausgangsbereich befinden.

Zudem kannst du deine alten Batterien und Akkus auch an jedem Recyclinghof abgeben.

Hilf auch du mit und wirf deine alten Batterien nicht in den Restmüll – das spart Ressourcen, Kosten und verhindert Brände bei den Entsorgungsunternehmen. Vielen DANK!

Taschen­tücher dürfen nicht in die Papiertonne.




RICHTIG! Die Papierfasern benutzter Taschentücher sind stark verschmutzt und ihre Fasern sehr klein. Für das Papierrecycling sind sie daher nicht geeignet und so müssen sie im Restmüll entsorgt werden.

OK-Zentrum Lienz: Recyclinghofbesuch

Im Zuge eines Recyclinghofbesuches des OK-Zentrums Lienz konnten die Kinder einen Einblick in die richtige Abfalltrennung gewinnen. Neben der Besichtigung des Recyclinghofes kam der Spaß auch nicht zu kurz und so standen Abfallrätsel, Malbücher und ein Abfalltrennspiel auf dem Plan. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Urkunde mit dem wohlverdienten Titel „Müllexpertin“ bzw. „Müllexperte“.