Der Grund ist die Finanzierung der Entsorgung: Das Sammel- und Verwertungssystem ist in Österreich über Lizenzentgelte finanziert und dieses besteht bislang nur für Verpackungsmaterialien. Das bedeutet, dass die Entsorgung der Verpackungen bereits vom Hersteller bezahlt wurde und daher für alle ÖsterreicherInnen im Grunde kostenlos ist. Die Entsorgung von Kunststoffgegenständen, die nicht als Verpackung dienten, ist demnach noch nicht bezahlt und muss über den kostenpflichtigen Restmüll erfolgen.


In Deutschland gibt es in manchen Bundesländern bereits die Wertstofftonne – dort dürfen alle Wertstoffe, egal ob Verpackung oder Nicht-Verpackung, in die selbe Tonne. Das macht durchaus Sinn, denn der kaputte Plastikeimer, der in Österreich als „Nicht-Verpackung“ gilt und in den Restmüll muss, darf in Deutschland gemeinsam mit stoffgleichen Plastikgegenständen entsorgt werden und kann somit recycelt werden. Aus Umweltsicht wär es demnach besser, wenn es überall eine Wertstofftonne anstatt der Gelben Tonne gäbe.

Energiesparlampen

Eine Energiesparlampe ist eine fluoreszierende Kompaktleuchtstofflampe, die Quecksilber enthält und dadurch bei der Entsorgung zu einem Problemstoff wird. Daher dürfen diese keinesfalls im Restmüll entsorgt werden, sondern müssen am Recyclinghof der Gemeinde oder im Zuge der mobilen Problemstoffsammlung entsorgt werden. Um zu vermeiden, dass die nicht mehr funktionstüchtige Energiesparlampe bricht und der giftige Quecksilberdampf austritt, empfiehlt es sich, die Energiesparlampe bis zur Entsorgung sicher aufzubewahren – am besten in der Verkaufsverpackung.


Halogenlampen und herkömmliche Glühbirnen

Glühbirnen und Halogenlampen bestehen aus Glas und Metall und enthalten somit keine Inhaltsstoffe, die die Umwelt belasten könnten. Da die feinen Drähte in den Glühbirnen beim Einschmelzen von Altglas zu kleinen Einschlüssen führen und somit Flaschen und Gläser unbrauchbar machen, müssen diese unbedingt im Restmüll entsorgt werden!
Wichtig: Glühbirnen gehören nicht in den Altglascontainer!


LEDs

LEDs dürfen keinesfalls im Restmüll entsorgt werden – diese enthalten wertvolle Rohstoffe, die nur recycelt werden können, wenn sie fachgerecht entsorgt werden. LEDs müssen daher am Recyclinghof der Gemeinde zu den Elektrokleingeräten.

Eine einzige grüne Sektflasche färbt 500 kg farbloses Glas grünlich. Daher darf nur völlig farbloses Glas zum Weißglas. Buntglas hingegen wird für Produkte eingesetzt, für die Lichtschutz erforderlich ist (Medikamente, Bier,…). Zuviel Weißglas im Buntglas kann dieses entfärben. Zum Buntglas darf daher nur grünes, braunes, blaues und anderes gefärbtes Glas.
Altglas wird zu 100% recycelt. Gebrauchte Glasverpackungen werden in den Glaswerken eingeschmolzen und zu neuen geformt. Leider landen alleine in Tirol immer noch etwa 3.430 Tonnen Glasverpackungen im Restmüll. Das ist schade, denn damit sind sie für das Recycling ein für alle Mal verloren. Zudem wird Naturraum belastet und unnötig Geld ausgegeben. Denn die Verbrennung von Altglas kostet mehr als Recyceln und erhöht die Müllgebühren – abgesehen davon, dass Glas nicht verbrennt, sondern sich in der Schlacke ablagert und somit keinen Mehrwert für die Energiegewinnung liefert.

Mülltrennung wirkt. Denn nur mit der richtigen Trennung können Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Verbundstoffen, Glas, Papier und Karton recycelt werden und die Rohstoffe bleiben dem Kreislauf erhalten. Die richtige Mülltrennung durch die Konsumenten ist dafür besonders wichtig. Restmüll sollte unter keinen Umständen in die Sammelbehältnisse für gebrauchte Verpackungen entsorgt werden. Der Restmüll behindert die Sortierung und das Recycling der gesammelten Verpackungen erheblich oder macht sie teilweise sogar unmöglich.

Littering ist ein Begriff aus dem Englischen und bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfällen an öffentlichen Plätzen und in der Natur. Das beinhaltet sowohl Zigarettenstummel, Kaugummi und auch achtlos weggeworfene Autoreifen und Haushaltsgeräte. Littering verunstaltet die Landschaft, hat große Auswirkungen auf Mensch und Tier und verursacht hohe Kosten. Viele Dinge, die wir einfach so wegwerfen ohne darüber nachzudenken, bleiben sehr lang in der Umwelt bis sie vollständig abgebaut sind. Selbst ein Parkticket benötigt bis zu einem Monat dafür und Plastik kann sogar einige Jahrhunderte bestehen bleiben. Nicht selten wird der Müll auch von den Tieren gefressen und gelangt damit in den Nahrungskreislauf, was wiederum uns Menschen betrifft. Litteringabfälle lassen sich kaum in den Stoffkreislauf zurückführen und müssen als Restmüll entsorgt werden.

Die Altstoff Recycling Austria (ARA) ist ein österreichisches Sammel- und Verwertungsunternehmen für Verpackungen. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. Ausschlaggebend war damals die Verpackungsverordnung. Diese hat nämlich zum Ziel, die Umwelt und die Deponien von Verpackungsabfällen zu entlasten und Maßnahmen für die Abfallverringerung umzusetzen. Mit den Lizenzeinnahmen jener Betriebe, die in Österreich Verpackungen in Verkehr bringen, organisiert und finanziert die ARA die Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen in Österreich. Ungefähr 40 Prozent der von der ARA gesammelten Verpackungen stammen aus der Industrie. Doch nicht nur für Betriebe, auch für private Haushalte organisiert die ARA die Verpackungssammlung. Dabei arbeitet sie mit Gemeinden, Städten, Abfallwirtschaftsverbänden, Entsorgungsunternehmen und anderen Organisationen der Mülltrennung zusammen.

Jedes Jahr werden der Erde rund 60 Prozent mehr Ressourcen entnommen als innerhalb desselben Zeitraums auf natürliche Weise nachwachsen können. Deshalb ist die Kreislaufführung von Wertstoffen eine wichtige Aufgabe für die Menschheit, denn es gilt, die bisherige einmalige Nutzung von Ressourcen durch die Kreislaufwirtschaft zu ersetzen. Das Recycling von Verpackungen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Ebenso schützt Recycling das Klima. Durch die Sammlung und Verwertung von Verpackungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn durch das Recycling von Verpackungen werden unzählige Tonnen Co² eingespart – im Vergleich zur Herstellung von neuen Verpackungen aus Primärrohstoffen.

Mixsammlung

Ab Jänner 2025 gibt es zwei Neuerungen bei der Verpackungssammlung – Das Einwegpfand und die Mixsammlung (Gemischte Sammlung)!

Die gemischte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen wird ab 01. Jänner eingeführt. Die blaue Tonne entfällt somit.

Das gehört ab 1. Jänner in die Gelbe Tonne:

  • Kunststofffolien, Kaffee-, Vakuum- und Tiefkühlpackungen, ausgespülte Putzmittel- und Kosmetikgebinde, Verbundstoffe wie Medikamentenblister, Milch- und Saftpackungen (z.B. Tetra Pak®), Styroporverpackungen
  • Weißblechdosen, Konservendosen, Alufolien, Getränkeverschlusskappen, spachtelreine bzw. tropffreie Farb- und Lackdosen, restentleerte (druckgasfreie) Spraydosen

Auf Recyclinghöfen mit einer Presse für Leichtverpackungen werden künftig auch Metallverpackungen in dieser Presse mit gesammelt.

WARUM JETZT? Die Sortiertechnologie hat sich in den letzten Jahren verbessert, die Verpackungen selbst wurden weiterentwickelt und die Einführung des Einwegpfandes auf Getränkeflaschen und -dosen schafft Platz in der gelben Tonne, um Leicht- und Metallverpackungen künftig gemeinsam zu sammeln. Das Recycling danach kann nach wie vor stattfinden

Weitere Informationen betreffend Pfand und gemischter Sammlung finden Sie unter oesterreich-sammelt.at, recycling-pfand.at, und in diesem Dokument.

Kinderuni Osttirol: Wir bauen eine Wurmkiste

Im Zuge der Kinderuni Osttirol wurde es vergangenen Woche spannend und kreativ: Unter dem Motto „Wir bauen eine Wurmkiste“ konnten die Kinder ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen und gleichzeitig viel über Umweltschutz und nachhaltige Abfallwirtschaft lernen.

Das Abenteuer startete im Kompostwerk Lienz, wo die Kinder einen faszinierenden Einblick in die Umwandlung von organischen Abfällen in wertvolle Komposterde erhielten. Dabei durften sie ihre eigene Erde für ihre Wurmkisten mitnehmen.

Nach der informativen Einführung in die Welt des Biomülls ging es weiter zur Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz. Mit großer Begeisterung und handwerklichem Geschick sägten, schraubten und gestalteten sie dort ihre eigenen Wurmkisten. Am Ende des Vormittags nahmen die Kinder voller Stolz ihre selbst gebauten Wurmkisten mit nach Hause. Das Projekt erwies sich als großer Erfolg und bot neben viel Spaß auch wichtige Kenntnisse über Recycling und Kompostierung.

Wir bedanken uns bei unseren Projektpartnern: Kindersommeruni Osttirol, LLA Lienz, Schindel und Holz GmbH, Innos GmbH.


Eine Anleitung zum Bauen deiner eigenen Wurmkiste findest du bald hier!

Spiel.Spaß – #tu-es nachhaltig

Der Abfallwirtschaftsverband Osttirol stellt das von den Mitarbeiter:innen des AWVO verfasste Buch SPIEL.SPASS – #TU-ES NACHHALTIG vor.

Ein Teil der Aufgaben des Abfallwirtschaftsverbandes besteht darin, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für einen verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu sensibilisieren.


Das neu erschienene Buch ergänzt das vorhandene Bildungsangebot für Kinder und bietet eine Ideen-Sammlung, wie die Spiele aus Omas und Opas Zeiten, wo nur wenige Materialien für einen großen SPIEL-SPASS benötigt wurden, neu entdeckt werden können. Das Buch nimmt Jung und Alt mit auf die Reise in eine Zeit, in der Computer und Smartphones noch keine Rolle spielten. In Zeiten der Ressourcenverschwendung und rasant voranschreitenden digitalen Entwicklungen ist es besonders wichtig, dass alte Spiele abseits der digitalen Welt nicht in Vergessenheit geraten und die Fantasie der Kinder nicht verloren geht.


Bei den Protagonisten im Buch handelt es sich um acht Abfallspezialist:innen, die von Tieren verkörpert werden. Neben den Spieleanleitungen vermitteln diese wertvolles Wissen rund um die richtige Abfalltrennung und Ressourcenschonung. Zahlreiche dieser Spiele können außerdem mittels QR-Code im Buch als Erklärungsvideo abgerufen werden.

Hör dir das Ganze nochmal in unserem Interview mit Radio Osttirol an!


Wir haben dein Interesse geweckt – dann kannst du das Buch ab sofort unter folgendem Link bestellen.


Viel SPASS beim SPIELEN wünscht der Abfallwirtschaftsverband!